Der „Spaziergang“, der zur Expedition wurde

Porträt einer Frau mit braunen Haaren und Brille.

Als ich in die Schweiz kam, dachte ich wirklich, ich wäre gut auf das Dating-Leben vorbereitet. 

Dann wurde ich zu einem „Spaziergang“ eingeladen. 

In meinem Kopf: ein entspannter Walk, vielleicht 20–30 Minuten, ein Coffee to go, bisschen reden, bisschen flirten. Easy. 

Nach 30 Minuten dachte ich noch: „Oh, cute, wir gehen ein bisschen in die Natur.“ 
Nach einer Stunde: „Okay… das ist schon eher ein Walk walk.“ 
Nach zwei Stunden: „Ist das noch ein Date oder bin ich Teil eines Fitnessprogramms?“ 
Nach drei Stunden war ich mir ziemlich sicher, dass ich ohne Training in ein olympisches Qualifikationslager geraten bin. 

Und sie? Voller Energie, bester Laune, irgendwo zwischen Berg und Himmel: „Es ist nicht mehr weit!“ 

(Spoiler: Es war noch sehr weit.) 

Erst durch einen Kulturkurs habe ich später verstanden: In der Schweiz bedeutet „Spaziergang“ oft eine halbe Expedition – inklusive Höhenmeter, Snacks und mentaler Vorbereitung. 

Heute weiss ich: Der Begriff „Walk“ ist nicht für alle ein „Spaziergang“.

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